Lasst uns die Erde retten

Es tut mir in der Seele weh

Wenn ich die Welt von heute seh‘.

Wie schön war's doch bei Schneeballschlachten

die früher wir im Winter machten.

Insekten fanden, jeder Art,

von furchtbar groß bis äußerst zart.

 

Kranwasser tranken literweise,

ganz ohne heut‘ge Warnhinweise.

In Flüssen schwammen ohne Groll

und niemand fragte was das soll.

Die Eltern sich (wie’s schien) vertrugen

vor ihren Mädels oder Buben.

 

Es war doch herrlich anzuschauen

man könnt‘ sich auf die Schenkel hauen.

Wenn man an seine Schulzeit denkt

war’s Freude pur und unbeschränkt…

Selbst wenn es hieß: Den Rohrstock holen...

und es ging ran an‘s Arschversohlen.

 

Hatte man eine Mark zur Hand

zog man HB und Stuyvesant

am Automaten gleich ums Eck.

Was nicht geraucht, kam ins Versteck.

Man fühlte sich am Folgetag

mit Zigaretten furchtbar stark.

 

Der Nachbarsgarten gab viel her

an Birnen, Äpfeln und auch mehr.

Auch gegen Kirschenklau und Beeren

konnten die Nachbarn sich nicht wehren.

Kam wer gerannt, uns zu erwischen,

war’n wir schon satt und weg inzwischen.

 

Und war die Schule mittags aus

gings auf dem schnellsten Weg nach Haus.

Danach hinaus… bis abends spielen.

Man musste nicht aufs Handy schielen

zu sehen ob wer online ist...

man traf sich ohne Date und Frist.

 

Ich finde es wird langsam Zeit

Dass alle Kinder und weltweit

ganz ohne Facebook und Whatsapp

oder den ganzen andren Dreck

nicht fremdgesteuert, ohne Kriege

aufwachsen können… nur mit Liebe.

 

Wenn jeder nun in seiner Welt

die er ja für die Beste hält

in seinem Umfeld auch mit Mut

das Seine dafür täglich tut,

sieht man bestimmt wie schnell es geht

und er stirbt nicht, unser Planet.

 

© Horst Fleitmann 31.12.2019